Der Merseburger Domschatz

Präsentation herausragender Stücke für die Öffentlichkeit

Der Merseburger Domschatz wird im Kapitelhaus und in der Südklausur des Merseburger Doms präsentiert. Die dort ausgestellten einzigartigen Exponate sind von besonderer kunst- und kulturgeschichtlicher Bedeutung. 
2006 wurde das Kapitelhaus für Besucher erstmals geöffnet. Im Jahr der Domschätze Sachsen–Anhalts 2008 wurden die Räumlichkeiten der Südklausur für die Besucher nach umfangreicher Restaurierung erschlossen. Die dort gefundenen Hölzer und Mauern konnten in die erste Hälfte des 12. Jahrhunderts datiert werden. Damit zählt die Südklausur zu den ältesten Klausurgebäuden Deutschlands. 

Im Kapitelhaus, östlich des Kreuzgangs gelegenen, mit seinem nach historischen Vorlagen vollständig rekonstruiert Wappensaal gehört heute zu den beeindruckendsten spätgotischen Räumen Deutschlands. Hier finden sich gemeinsam mit spätgotischen Plastiken und liturgischen Gewändern aus der Zeit des Bischofs Thilo von Trotha zahlreiche erlesene Ausstattungsstücke aus dem Bestand der Vereinigten Domstifter. 
Im Obergeschoss sind die umfangreiche Domstiftsbibliothek und das Domstiftsarchiv untergebracht. 

In der Südklausur werden weitere kostbare Exponate in der Schatzkammer und im Handschriften- bzw. im Zauberspruchgewölbe präsentiert. 
Die Schatzkammer beherbergt neben liturgischen Kostbarkeiten, wie z.B. Abendmahlskelchen oder verschiedenen Flügelretabeln, auch den sogenannten „Ottomantel“, ein Geschenk Heinrichs II., sowie die mumifizierte Hand des 1080 gefallenen Königs Rudolf von Schwaben. 

Im Zauberspruchgewölbe  werden die berühmten Merseburger Zaubersprüche im Faksimile präsentiert. Hier können Sie sich intensiv mit den Zaubersprüchen, ihrer Herkunft, Überlieferung und Übersetzung auseinandersetzen. 

Im Handschriftengewölbe befinden sich ausgewählte Stücke aus der Merseburger Domstiftsbibliothek.